Q&A

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Am 14. Juni 2026 stimmt der Kanton Zürich über zwei Wohninitiativen und zwei Gegenvorschläge ab. Die beiden Initiativen wollen den Staat stärker in den Wohnungsmarkt eingreifen lassen. Wir sagen Nein, weil diese Eingriffe den Wohnungsbau und die Erneuerung von Wohnraum bremsen. Die Gegenvorschläge begrüssen wir, da sie echte Lösungen auf die Herausforderungen ermöglichen.

Die Wohnschutz-Initiative will den Gemeinden bei Wohnungsmangel die Möglichkeit geben, Wohnschutzvorschriften einzuführen – zum Beispiel Bewilligungspflichten für Abbrüche, Umbauten und Renovationen sowie Beschränkungen bei Umwandlungen in Stockwerkeigentum. Bewilligungen können zudem mit befristeten Mietzinsauflagen verbunden werden. Das ist enorm gefährlich für unseren Wohnungsmarkt! Ein Blick nach Basel, das bereits seit 2021 ähnliche Bestimmungen kennt, zeigt: die Baugesuche für Wohnungen brechen massiv ein, das Handwerk und das Gewerbe leiden enorm darunter. Diese Situation wollen wir verhindern!

Die Wohnungsinitiative will Kanton und Gemeinden verpflichten, für genügend günstigen und klimafreundlichen Wohnraum zu sorgen und den gemeinnützigen Wohnungsbau stärker zu fördern. Kernpunkt ist eine neue kantonale Wohnbauanstalt, die selbst Wohnraum schaffen und Grundstücke erwerben kann. Dafür soll sie innert drei Jahren aufgebaut und mit mindestens 500 Mio. Franken ausgestattet werden. Damit setzt die Initiative stark auf staatlichen Interventionismus. Wir sind überzeugt: Mehr Wohnraum entsteht vor allem dort, wo Rahmenbedingungen verbessert und Hürden abgebaut werden.

Weil die Initiative Mietzinsbegrenzungen als Auflage ausdrücklich ermöglicht. Je nach Ausgestaltung in den Gemeinden entspricht das in der Wirkung einem Mietendeckel oder einer starken Mietzinsbremse. Entscheidend ist: Wenn die Refinanzierung unsicher wird, werden Investitionen erschwert oder bleiben aus.

Nein. Wir sind gegen untaugliche Instrumente. Missbräuche sollen gezielt bekämpft werden. Aber pauschale Eingriffe, die Sanierungen und Neubauten bremsen, schaden am Ende vor allem den Mieterinnen und Mietern – weil sie das Angebot verknappen und Erneuerungen verzögern. Echte Lösungen bringen die beiden Gegenvorschläge!

Doch. Einschränkend ist zwar zu betonen, dass nur 1 Prozent der Umzüge auf Leerkündigungen zurückzuführen sind. Aber für Betroffene ist jeder Fall einschneidend, auch wenn es im konkreten Fall gute Gründe für die Totalsanierung geben mag. Die Wohnschutz-Initiative bringt aber keine Verbesserung, im Gegenteil: Sie ist Gift – nicht Medizin. Sie blockiert den Wohnungsbau, so dass alle Zürcherinnen und Züricher, die künftig eine Wohnung finden wollen oder müssen, erst recht keine finden.

Wohnungsbau braucht Planungssicherheit, Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen. Zusätzliche Bewilligungen, Auflagen und Rechtsunsicherheit verlängern Verfahren und machen Projekte riskanter. Wenn Projekte verschoben oder gestrichen werden, entstehen keine neuen dringend benötigte Wohnungen.

Wenn notwendige Investitionen wirtschaftlich nicht tragbar sind, werden Renovationen aufgeschoben oder nur minimal ausgeführt. Das führt zu einem Sanierungsstau: schlechtere Wohnqualität, tiefere Energieeffizienz und höhere Folgekosten.

Sehr viel. Schweizweit verbraucht der Gebäudepark rund 40 Prozent des Energiebedarfs. Energetische Sanierungen reduzieren den Fussabdruck des Gebäudeparks, kosten aber Geld und brauchen Investitionsbereitschaft. Werden solche Investitionen unattraktiver oder ganz blockiert, sinkt das Tempo bei Heizungsersatz, Dämmung und Modernisierung. Das bremst auch die Klimaziele im Gebäudebereich.

Sanierungen, Umbauten und Ersatzneubauten sichern Aufträge für lokale KMU. Wenn diese Projekte ausbleiben, trifft das direkt das regionale Gewerbe – von der Haustechnik über Elektro bis zum Ausbau. Weniger Investitionen bedeuten weniger Arbeit und weniger Einkommen für die Menschen im Kanton.

Weil sie aus unserer Sicht zielgerichteter und praxistauglicher sind. Sie greifen Probleme auf, ohne den Wohnungsmarkt mit starren Regeln zu blockieren. Wir wollen Lösungen, die umsetzbar sind und tatsächlich mehr Wohnraum ermöglichen. 

Wir sind gegen die schädlichen Wohninitiativen: 2x Nein zu den Initiativen. Wir brauchen mehr Wohnraum, schnellere Verfahren und mehr Investitionen – nicht neue Blockaden. Aus diesem Grund: 2x Ja zu den Gegenvorschlägen.

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