Weshalb wir die Gegenvorschläge unterstützen
Die Gegenvorschläge packen die Wohnungsnot an der Ursache an: Es braucht mehr Angebot, bessere Rahmenbedingungen und praxistaugliche Massnahmen. Gleichzeitig werden Leerkündigungen dort abgefedert, wo sie besonders einschneidend sind. So entstehen Lösungen, die wirken – ohne Investitionen, Sanierungen und Neubau zu blockieren.
Gegenvorschlag zur Wohnungsinitiative: Mehr Wohnraum schaffen
Der Regierungsrat will die Bautätigkeit ankurbeln – nicht mit mehr Bürokratie, sondern mit wirksamen Verbesserungen:
- Abbau überflüssiger Regulierungen: weniger Hürden, mehr Planungssicherheit.
- Schnellere baurechtliche Verfahren: kürzere Wege, schnellere Entscheide.
- Verdichtung an geeigneten Orten: z.B. Aufstockungen, wo es sinnvoll ist.
- Mehr preisgünstiger Wohnraum: unter anderem durch eine Stärkung der Wohnbauförderung.
Wirkung: Mehr Projekte werden realisierbar, mehr Wohnungen entstehen, und die Knappheit wird mit zusätzlichem Angebot entschärft.
Gegenvorschlag zur Wohnschutz-Initiative: Leerkündigungen reduzieren und besser begleiten
Der Gegenvorschlag setzt dort an, wo Leerkündigungen besonders viele Menschen betreffen – bei grossen, baubewilligungspflichtigen Vorhaben:
Bei Vorhaben mit 20 oder mehr betroffenen Mietverhältnissen gilt:
- Eigentümerinnen und Eigentümer müssen prüfen, ob Kündigungen durch Sanierungen im bewohnten Zustand oder gestaffeltes Bauen vermieden oder reduziert werden können.
- Wenn 20 oder mehr Mietverhältnisse gekündigt werden, sind zusätzliche Pflichten vorgesehen:
– Ankündigung der Baumassnahmen 12 Monate im Voraus
– Benennung einer Ansprechperson für die Mietparteien
– Kommunikationsmassnahmen, z.B. Informationsveranstaltung
– Angemessene Unterstützung bei der Wohnungssuche
Wirkung: Weniger Leerkündigungen, und wo sie dennoch nötig sind, laufen sie transparenter und sozialverträglicher ab – ohne den Anreiz für neuen Wohnraum zu zerstören.
Deshalb
2x Ja zu den Gegenvorschlägen, weil sie Probleme lösen, statt neue zu schaffen: Mehr Wohnraum durch bessere Rahmenbedingungen – und konstruktive Begleitmassnahmen, wenn viele Mietparteien von einem Projekt betroffen sind.